Johannes Gisser, Bariton

Der Bassbariton stammt aus Wien – Rodaun.

Ausbildung

Erste musikalische Erfahrungen sammelte er als Mitglied der Wiener Sängerknaben in den Jahren 1975 – 1979. Daneben lernte er Klavier, Geige und Klarinette.
Nach der Matura am Wiener Musikgymnasium studierte er Musikerziehung an der Hochschule für Musik in Wien mit den Hauptfächern Klavier (Prof. Anna Pfeiffer) und Gesang (Prof. Uwe C. Harrer und Prof. Kurt Hofbauer). Diplomprüfung mit Auszeichnung 1991.

Beruflicher Werdegang

Ab 1990 arbeitete er als Korrepetitor am Stadttheater St.Pölten.
Seit 1997 ist Johannes Gisser Mitglied des Wiener Staatsopernchores und tritt als solches auch immer wieder solistisch in Erscheinung. Neben vielen Solopartien in der Wiener Staatsoper Engagement als „Soldat“ in Verdis „Jerusalem“ beim Gastspiel an der Mailänder Scala 2001 (Dir.: Zubin Mehta) und als „2.Gefangener“ in Beethovens „Fidelio“ bei den Salzburger Festspielen 2009 unter Daniel Barenboim. Weitere Gastspiele führten ihn u.A. nach Deutschland, Holland, Griechenland, Norwegen, Taiwan und Japan.
Neben seiner Tätigkeit in der Wiener Staatsoper ist ihm vor allem die Kirchenmusik ein großes Anliegen, er ist seit 2003 Solist der Wiener Hofmusikkapelle. Unter der Leitung von Zubin Mehta sang er hier 2016 die Basspartie in Haydns "Paukenmesse".  

Die Bass-Solopartien von „Messiah“ (Händel), „Johannespassion“, „Weihnachtsoratorium“ (Bach), „Schöpfung“(Haydn) und Mozart-Requiem gehören ebenso zu seinem Repertoire wie Mendelssohns „Elias“ und Schuberts Liederzyklen „Winterreise“ und „Schwanengesang“.

Bei den Wiener Comedian Harmonists wirkte er zunächst als Pianist, im Mai 2015 wechselte er wieder zum Gesang und übernahm die Stelle des ersten Baritons.
Eine weitere künstlerische Vorliebe ist ihm die Pflege des Wienerliedes.

 

In seiner Freizeit ist der begeisterte Läufer, Sporttaucher und Bergwanderer überwiegend in der freien Natur anzutreffen.